Oman Reise März 2011

Was mir zuerst ins Auge sticht ist ein offensichtlicher Spagat zwischen der Moderne und Tradition. Die Bauten sind alle aus Beton gebaut und mit Air Conditioner versehen. Die Omanis gehen durchwegs mit weissen Gewändern und schön bestickten Kappen (Kumma) herum. Leider tragen sie keinen Krummdolch (Khanjar) mehr. Sehr moderne Autos und Jeeps aller Coloeurs werden vor Ort rumkutschiert. Die meistens Autos dürften kaum älter als 10 Jahre sein und greifen somit einen modernen Standard auf. Banken sind an jeder Ecke zu sehen und natürlich fehlen auch die dazugehörenden Bancomaten nicht. Ich wage zu behaupten, dass die Hälfte Ausländer sind welche hier arbeiten. Vor allem Inder, Pakistanis, etc. Die Inder haben Hilfskräftefunktion in Restaurants, Hotels, Coiffeur, Autowerkstätten und Reinigungsbetrieben inne. Es sind ausnahmslos Männer zu sehen in diesen Funktionen. Die Frauen sind zu 97% verschleiert - meist auch das Gesicht. Mit den Männern kommt man leicht in Kontakt. Einmal wurde ich eingeladen zu Speis und Trank inkl. Übernachtung. Das Zimmer war sehr spartanisch eingerichtet, weder Bilder noch Bücher gab es dort, aber mit TV und Satellitenempfang…Die Mehrheit versteht English und sie haben freude wenn man ein paar Brocken Arabisch spricht. Zu kaufen gibt’s hier alles. In den kleinen Dörfern kann das nötigste eingekauft werden (Wasser, süss Getränke, Milch, Brot, Thonfisch, Gemüse und Früchte). Apropos essen: hier isst man meistens indische Küche oder Fastfood. Kosten für das Essen ab 2.00 Fr. Tee 20 Rappen im ganzen Lande wird gleich viel bezahlt, 1,5 Liter Mineralwasser (es gibt kein kohlensäurehaltiges) 45 Rappen. Die Hotels sind fast so teuer wie in Europa, ab 25.- aufwärts strebend. Zum Teil naja und andere Logen sind sehr sauber. Übernachtung im Freien stellt kein Problem dar. Die Landschaft ist sehr ähnlich wie in anderen arabischen Ländern (z.B. Ägypten, Syrien, Libyen, Algerien,…). Die Wadis (Flussbette) mit den Palmen und meistens mit fliessendem Wasser sind sehr schön anzuschauen. Die Pflanzen sind mehr auf wüstentauglich getrimmt (Kleinwüchsig, Dornen) daher ist nicht viel los mit Grünflächen. Ausser in Muskat (Hauptstadt) und Umgebung und das wird alles aufwendig bewässert. Berge bis 3000 m und der ganze Staat ist sehr steinig ausser die Rub al Khali (Sandwüste). Gesamtfläche 309500 km2.

 

Alles in allem ein sehr gutes Reiseland wenn man die Arabische Welt entdecken möchte.

Bilder von der Reise

oman