HDR Fotothilo.ch Alle Bilder  stehen unter dem Copyright Schutz und wurden von mir fotografiert! Die Verwendung der Bilder bedarf einer schriftlichen Einwilligung. Falls sich jemand auf einem Bild erkennt und sich im Persönlichkeitsrecht verletzt fühlt, bitte ich um Bescheid  damit ich das betreffende Bild entfernen kann.  Copyright by T. Burger Bilder mit Zukunft Das High- Dynamic- Range Verfahren (HDR) könnte die Sehgewohnheit bei der Fotobetrachtung radikal ändern. Die grössten technische Einschrängung, mit der Fotografen leben mussten, war der geringe Kontrastumfang von digitalen Kamerasensoren. Betrachtet das menschliche Auge eine Tages- lichtszene, so ist es imstande einen Kontrast zwischen der hellsten und dunkelsten Stelle zu verar- beiten, der einem Lichtmengenverhältnis von 200 000:1 entspricht. Filmmatrial hingegen erfasst lediglich ein Verhältnis von 10 000:1 - bei Digitalkameras beträgt dieses sogar nur etwa 1000:1. Die Belichtung eines Hochkontrastmotivs war bisher also immer ein Kompromiss: Entweder gingen Infor- mationen in dunklen Schatten oder in zu hellen Lichtern verloren. Geradezu enthusiastisch begrüssen deshalb viele Fotografen das neue HDR- Verfahren. Diese Metho- de macht es theoretisch möglich, den gesamten Kontrastumfang der sichtbaren Welt abzubilden.Kern der softwarebasierten Technik ist es, mehrere deckungsgleiche, aber unterschiedlich belichtete Aufnah- men elektronisch zu einem einzigen Bild zu verrechnen. Das unterbelichtete Foto liefert dabei alle Informationen der hellsten Bildbereiche, das überbelichtete die Informationen in den Schattenzonen. Aber auch die HDR- Innovation kommt an Kinderkrankheiten nicht vorbei. Noch wirkt der Effekt merk- würdig gekünstelt. Allgegenwärtig ist auch der als "Eye Candy" bezeichnete Kitschfaktor, weil die Pio- niere der Technik die Bilder mit zu viel Kontrast und Bonbonfarben "überzuckern". Schwerwiegender sind Probleme bei der Aufnahme der Motive. Denn mehrere deckungsgleiche Bilder zu machen, er- fordert den Einsatz eines Stativs und kann im Prinzip nur bei unbewegten Objekten gelingen. Eben- falls ungelöst ist das Dilemma, dass HDR- Bilder zwar anzufertigen, aber in ihrer ganzen Schönheit bislang nicht darstellbar sind. Denn weder die handelsüblichen Monitore noch das normale Druckpa- pier können einen ausreichenden Kontrastumfang bieten.                                                                                                                                                                                                                                              aus GEO Magazin Nr. 4/07